Genuss aus heimischen Wäldern #62

Fünf Männer brennen Gin

Hinter der Marke Pinus VII stehen Gabriel Möbus, Claudio Büttner, Jürgen Höhn, Julius Weidinger und Florian Schmieder. Die Männer kennen sich seit Kindheitstagen. Seit dieser Zeit spielen sie im Musikverein der Stadt Rödental und sind eng befreundet. Während der Pandemie haben sie – wie viele Menschen – Zeit für neue Ideen. Gabriel Möbus richtet ein Online-Tasting aus, seine Kumpels nehmen daran teil und alle bekommen Lust, ihren eigenen Gin zu kreieren. Das Projekt Pinus VII nimmt seinen Lauf.

Der Wald im Fokus

Dem Vorhaben kommt zugute, dass Gabriel Möbus Master-Distiller und Master-Getränketechnologe ist. Seine Familie ist seit Generationen in der Herstellung von Spirituosen tätig. Auch die anderen vier sind Experten auf verschiedenen Gebieten: Claudio Büttner ist Marketing-Profi, Jürgen Höhn studiert Betriebswirtschaft und kümmert sich um die Buchhaltung. Julius Weidinger ist Doktorand der Materialwissenschaften und zuständig für die Cocktails. Ebenfalls zuständig für die Cocktails ist Maschinenbau-Ingenieur Florian Schmieder.

Nachdem die Idee geboren ist, sind alle fünf Feuer und Flamme für ihr neues Projekt. Sie wollen einen Gin brennen, der ein Alleinstellungsmerkmal hat und den Wald und somit die Heimat in den Fokus rückt. Die Basis für Gin sind immer die Wacholderbeeren. Das Besondere bei Pinus VII sind die Kiefernnadeln, die die wichtigste Zutat darstellen. „Dadurch unterscheidet sich unser Gin von anderen Gins“, erklärt Claudio Büttner. Um die Rohstoffe einzusammeln, streifen sie durch den Einberger Wald und pflücken Kiefernnadeln und –sprossen von abgebrochenen Zweigen heruntergefallener Äste. Auch Waldmeisterkraut und einige geheime Zutaten gehören zu den Botanicals. Diese Zusammensetzung führt zu einem ganz wunderbaren waldigen Aroma, das man bereits beim Öffnen der Flasche wahrnimmt.

„Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, unsere wunderbaren heimischen Wälder in den Fokus zu rücken.“ Claudio Büttner, Mitbegründer Pinus-Gin Pinus VII ist nicht nur ein regionales Produkt, es wird auch in echter Handwerkskunst und kleinen Mengen in Bad Rodach produziert.

Ohne Schnickschnack

Der Gin Made in Bad Rodach kommt ohne Schnickschnack aus. Apothekerflasche, Naturpapieretikett und Naturkorken reichen aus. Im Angebot gibt es unter anderem einen Gin-Likör mit heimischen Blaubeeren und eine alkoholfreie Variante. Den Pinus VII kann man online unter pinus-gin.de bestellen oder auf dem Schlossplatz genießen. Beim diesjährigen Schlossplatzfest werden die Jungs von Pinus-Gin ihren Gin in verschiedenen Variationen anbieten. Gin dient bekanntlich als Grundlage für Cocktails oder Longdrinks. Er schmeckt auch hervorragend mit Obstsäften gemischt. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

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