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Coburgs Beste: Dietz #30

„Wir haben das geleistet“

Die Dietz GmbH aus Neustadt bei Coburg ist einer der führenden Hersteller von Präzisionsfedern und Stanz-Umformteilen in Deutschland. Als mittelständischer Traditionsbetrieb beschäftigt man sich seit über 90 Jahren mit der Bearbeitung verschiedener Arten von Federn, wie Druckfedern, Zugfedern und Wellenfedern, aber auch mit der Herstellung von Drahtbiegeteilen, Stanz- Umformteilen und hybride Baugruppen.

Ob Automobilindustrie, Elektro- und Medizintechnik oder Weiße Ware – die innovativen Produkte der Dietz GmbH werden vielfältig in den verschiedensten Branchen eingesetzt, weltweit. Und die Nachfrage steigt. So ist das Unternehmen in den letzten Jahren stark gewachsen.

Wenn man mit Geschäftsführer Matthias Dietz spricht, dann spürt man schon das, was dieses Unternehmen bei allem weltweiten Erfolg ausmacht: Er ist nah dran an der Region, an Neustadt, an Coburg, und vor allem an den Menschen hier, an den Mitarbeitern in seinem Unternehmen. „Alles, was wir geschafft haben, hat nicht einer geschafft, sondern WIR“, betont er. Dietz ist wohl das, was man unter einem Familienunternehmen im besten Sinne versteht, „das heißt bei uns nicht nur familiengeführt, sondern bedeutet weit mehr, nämlich dass wir alle Mitarbeiter als Familie verstehen.“ Und Familie wird gelebt. „Wenn jemand seine Mutter zum Arzt fahren muss, weil es eben anders nicht geht, dann darf er das, das müssen wir als Unternehmen leisten können.“ Auch eine Notfallmappe hat die Dietz GmbH für Mitarbeiter gemacht. Sie beinhaltet wichtige Informationen zu Themen wie Patientenverfügungen, Vollmachten, Pflege. „Gerade das Thema Pflege wird immer wichtiger, wir haben viele Mitarbeiter mit pflegebedürftigen Eltern, das muss uns als Firma interessieren.“ Gleiches gilt auch, wenn Nachwuchs unterwegs ist. „Wir fördern Kindergarten- und Krippenplätze.“ Diese Familienfreundlichkeit ist für den Familienmenschen Dietz selbstverständlich, sie ist gelebte Tradition, und sie ist auch ein wichtiger Baustein des wirtschaftlichen Erfolgs: Gute Fachkräfte anzulernen ist das eine, sie zu halten das andere. Auch deswegen tut man bei Dietz vieles über den normalen Job hinaus für seine Mitarbeiter, um sie zu begeistern, sie ans Unternehmen zu binden.

Uwe Stelzner am Stanz- Umformautomat

Nur mit guten motivierten Mitarbeitern ist es möglich, zu wachsen, sich auf dem Markt zu behaupten. „Gerade der auch für uns so wichtige Automotive-Bereich fordert eine gewisse Größe, um die Anforderungen auch rein mengenmäßig abbilden zu können.“ 2500 Arten von Federn sind in einem durchschnittlichen Fahrzeug verbaut, und in fast jedem Fabrikat sind Federn aus Neustadt. Neben neuen Produkten wie temperaturunabhängig leichtgängigen Lüftungsklappen sind Innovationen daher oft prozessgetrieben. Es geht um Schnelligkeit, um Effizienz. Digitalisierung ist schon immer ein wichtiges Thema, „vor 15 Jahren haben wir damit angefangen, alles im Haus zu vernetzen, die Maschinen buchen ihren Materialverbrauch selbst, in unserem Werk in Sonneberg haben wir ein fahrerloses Transportsystem, Maschinen kommunizieren bei uns schon einige Zeit miteinander oder rufen im Falle eines Fehlers den Maschinenbediener auf dem Handy an.“ Um diese Prozessinnovationen weiter nach vorne zu treiben, arbeitet man mit dem Fraunhofer-Institut zusammen. Zudem setzt man auf Ökologie. „Das zieht sich wie ein roter Faden durch das ganze System.“ Da ist es nur selbstverständlich, dass das neue Verwaltungsgebäude demnächst als green building gebaut wird, als Nullenergiehaus.

„Alles, was wir geschafft haben, hat nicht einer geschafft, sondern WIR.“

So geht man bei Dietz optimistisch in die Zukunft. Die nächsten Ziele sind schon definiert: Systemlieferant werden, also nicht nur einzelne Federn, sondern komplette Baugruppen fertig zu produzieren. Und sich weiter vernetzen, nicht nur intern, sondern mit den Kunden, um irgendwann in der Lage zu sein, geringe Stückzahlen zu produzieren bis hin zur „Ein-Los-Produktion“, wie es in der Fachsprache heißt. „Ein Teil produzieren, das nicht wesentlich teurer ist als eine große Stückzahl von diesem Teil.“

Und das sagen Mitarbeiter über die Dietz GmbH:

Olaf Polzin, Projektplaner

Hier wird man als Person, als Mensch wahrgenommen. Auch wenn man mal ein Problem hat, hat die Chefetage immer ein offenes Ohr. Außerdem bietet das Unternehmen gute Chancen, beruflich etwas zu erreichen. Ich habe hier vor gerade mal sechs Monaten als Fertigungsplaner angefangen und bin jetzt schon zum Projektplaner aufgestiegen. Und es gibt viele Vergünstigungen und Anreize: Kindergartengeld, Shoppingkarte, Betriebsrentenzuschuss.“

Dominik Siebert, Auszubildender zum Industriemechaniker im dritten Lehrjahr

Ich habe mich hier in den drei Jahren nicht nur fachlich, sondern vor allem auch menschlich sehr entwickeln können. Ich bin sehr viel selbständiger und erwachsener geworden. Auf diesem Weg möchte ich gerne weiter gehen, beruflich und persönlich, und hoffe auf eine Übernahme und auf eine Karriere hier im Unternehmen.“

Özcan Tilag, Versand

Ich habe noch die 70er Jahre erlebt, als Dietz ein Unternehmen mit 15 Mitarbeitern war. Das war sehr überschaubar. Dass wir die letzten Jahre so stark gewachsen sind, freut mich für die vielen Kollegen, die hier einen Arbeitsplatz bekommen haben. Trotzdem ist Dietz immer noch ein Familienunternehmen geblieben.“

Karina Kranich, Teamassistentin in der Biegeabteilung

Ich finde es wohltuend familiär hier. Jeder ist ein wichtiger Teil des Unternehmens, alle werden gleichbehandelt. Neue Mitarbeiter werden hervorragend aufgenommen, Behinderte integriert, es gibt viel Verständnis für die persönliche Lebenssituation, z. B. Rückkehrgespräche nach längerem krankheitsbedingtem Ausfall. Darüber hinaus eröffnet Dietz auch Chancen auf berufliches Vorwärtskommen: Viele Weiterbildungen, viele Schulungen.“

 

 

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