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Gibt es Anfang und Ende überhaupt? #31

Wussten Sie, dass der Regenbogen ohne Anfang und Ende ist? Läuft man auf ihn zu, entfernt er sich. Die Erklärung ist simpel: Ein Regenbogen ist eigentlich gar kein Bogen, sondern ein Kreis. Die Erde ist ihm nur „im Weg“. Aus einem Flugzeug kann man das sehen.

Anfang und Ende. Licht und Dunkel. Leben und Tod. Ganz selbstverständlich wachsen wir mit der Zeitlichkeit auf. Doch ist sie vielleicht nur eine Illusion? Ein menschliches Konstrukt, das uns hilft, Komplexität zu reduzieren? Was, wenn es gar keinen Anfang und gar kein Ende gibt? Wenn alles eins ist?

Immerhin lässt der Urknall vermuten, dass wir alle aus demselben Urstoff entstanden sind. Vereint in einer Kugel waren wir, bis diese in Myriaden Einzelteile zerborsten ist. Sonne, Mond, Sterne, schwarze Löcher entstanden. Und irgendwann auch wir. Eines Tages nannten wir das alles „Universum“ – „in eins gekehrt“. Wir begannen grundlegende Phänomene der Natur zu erforschen. Und stellten fest: Energie kann nicht verloren gehen. Sie kann auch nicht gewonnen werden. Sie kann nur gewandelt werden. Vielleicht ist alles tatsächlich nur ein ewiger Wandel, eine Transformation, ein Kreislauf.


„Und im ewigen Kreis dreht sich unser Leben. Dem Gesetz der Natur sind wir geweiht. Wir sind alle Teil dieses Universums. Und das Leben ein ewiger Kreis!“


Die Botschaft des Liedes aus „der König der Löwen“ bringt es auf den Punkt: Wir sind alle Teil eines Ganzen. Jeder trägt etwas zum Kreis des Lebens bei. Der Königslöwe Mufasa erklärt es seinem kleinen Sohn Simba so: „Alles was Du siehst, lebt in einem empfindlichen Gleichgewicht zusammen. Als König musst Du ein Gespür dafür haben und alle Geschöpfe respektieren – von der winzigen Ameise bis hin zur graziösen Antilope.“ Das versteht Simba erst nicht. Er fragt: „Aber wir fressen die Antilopen doch?“. Vater Mufasa erklärt es ihm: „Wenn wir sterben, werden unsere Körper zu Gras und die Antilopen fressen das Gras. Und somit sind wir alle eins im ewigen Kreis des Lebens.“

Vielleicht sollten wir uns das öfter bewusst machen: Jeder Anfang ist ein Ende und jedes Ende ein Anfang.

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