Landpartie #49

Ein Streifzug durch das Coburger Land

Sanfte Hügel, Flüsse und Bäche, satte Wiesen und Wälder, historische Städtchen mit hübschen Fachwerkfassaden, bekannte und weniger bekannte Ausflugsziele, das ist unser Coburger Land. Wir laden Sie in unserer neuen Reihe „Landpartie“ zu einer kleinen Entdeckungsreise durch den Landkreis ein und beginnen in Coburgs Norden.

Bad Rodach

Direkt an der ehemaligen deutsch/deutschen Grenze liegt das Kurstädtchen Bad Rodach, das hauptsächlich durch die „ThermeNatur“ bekannt ist, der wärmsten Thermalquelle Frankens. Seit dem Jahr 1999 darf sich die Stadt offiziell Heilbad nennen. Aber Bad Rodach hat viel mehr zu bieten: So atmet man bei einem Spaziergang durch die Altstadt Geschichte auf Schritt und Tritt: Die Stadtmauer, der Wallgraben und die fünf mittelalterlichen Türme zeugen von vergangenen Zeiten. Bis 1896 streifte der Nachtwächter durch die Straßen und Gassen, seit 1982 lebt diese Tradition in Bad Rodach wieder auf. Den Spaziergang durch Bad Rodach kann man gut mit einer Einkehr auf dem Georgenberg verbinden. Oben angekommen, lohnt es sich, die Stufen des 30 Meter hohen Turms, der Henneberger Warte, zu erklimmen. Von dort blickt man auf den Thüringer Wald, die Veste Coburg, Kloster Banz, den Staffelberg oder die Veste Heldburg.

 

Lautertal

Die Natur erkunden, ob zu Fuß oder auf dem Rad, das ist fast überall im Landkreis möglich. Durch die Gemeinde Lautertal führen etwa der Frankenweg und der Main-Radweg und das Bayernnetz für Radler. Wintersportler sind im Gemeindeteil Neukirchen richtig: Gespurte Loipen und der Skilift Neukirchen laden zum Freizeitvergnügen ein. Auf der Wanderloipe gleitet man auf Brettern durch eine herrliche Landschaft, vorbei an den Windrädern zum „Eisfelder Blick“ bis hin zur Alexandrinenhütte. Man muss übrigens kein Langskiläufer sein, um die weiße Pracht zu erleben. Der Winter- und Freizeitclub Coburg-Neukirchen (WFC) bietet auch geführte Schneeschuhwanderungen an. Am Skilift Neukirchen haben Generationen von Coburgern und Besucher ihre ersten Erfahrungen auf Brettern gesammelt. Ein Schlepplift mit einer Länge von 380 Metern und ein kleiner Bügellift, den die Skischule nutzt, finden Skibegeisterte dort vor. Angeboten werden Kurse für Kinder, Anfänger und Auffrischkurse für Erwachsene.

 

Meeder

Wussten Sie, dass eine besondere Delikatesse, nämlich die kleine schwarze Gourmetlinse, in der Gemeinde Meeder angebaut wird? Auf den langen Bergen nämlich gedeihen im ökologischen Anbau Urgetreidesorten wie schwarzer Winteremmer, Einkorn, Dinkel, Kamut und eben die Gourmetlinse. Es handelt sich dabei um eine der feinsten Linsenarten überhaupt, die auch als vegetarischer Kaviar oder Kaviarlinse bezeichnet wird. Die langen Berge verdanken ihren Namen übrigens ihrem Aussehen. Sie sind ein kleiner Höhenzug und Naturraum mit dem höchsten Berg, dem Buchberg (527,2 Meter). Im Sommer blühen auf den langen Bergen Leinotter, Hanf, Mohn und Senf zur Freude zahlreicher Insekten. Die Doline (schüsselförmige Senke) „Donnerloch“ gewährt zudem geowissenschaftliche Einblicke in die Gemeinde. Ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderer und Radler ist Alexandrinenhütte bei Mirsdorf, die nach der Herzogin Alexandrine benannt ist. Ursprünglich stand an dieser Stelle ein Turm, den Herzog Ernst II. als Hommage an seine Frau Alexandrine errichtet hat. Im Jahr 1936 wurde der marode Turm abgerissen und aus seinen Steinen die Hütte gebaut. Der Thüringer Waldverein öffnet von Ostern bis Oktober die gemütliche Gaststube und den Biergarten für Besucher zur Einkehr.

 

Damit endet unser kleiner Streifzug

… durch Coburgs Norden, der freilich nur einen kleinen Ausschnitt aus vielen Ausflugs- und Rastmöglichkeiten geben kann. Vielleicht gehen Sie selbst auf Entdeckungsreise. Im nächsten Coburger führt unsere Lanpartie in Coburgs Westen.

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