MACHERIN #39

Konzeption & Foto: Sebastian Buff

Es sind Menschen der Tat, Nimmermüde, Antreiber, Gestalter, Vorwärtsstrebende, Aktive. Es gibt sie auf der großen Bühne, seltener im Verborgenen, aber auch da. Sie stellen sich vor. Im COBURGER. In jeder Ausgabe einer oder eine – Männer und Frauen.

Dieses Mal: Melanie Feiler, Geschäftsführerin des Café Feiler. Sie hat die traditionelle Bäckerei Feiler um einen Gastronomie- und Cateringzweig erweitert

Sind Sie eine Macherin?

Ich glaube schon, die Leute behaupten das zumindest … und ja, ich fühle mich schon so … manchmal …

Manchmal?

… Naja, eigentlich immer (lacht).

Warum sind Sie eine Macherin?

Ich gehe halt meinen Weg. Wenn ich mir etwas in den Kopf setze, will ich das auch umsetzen. Ich bin da schon ein echter Sturkopf. Bis jetzt hat auch immer alles funktioniert, und wenn nicht, optimiere ich es so lang, bis es funktioniert.

Was macht das Machen aus?

Du musst zum einen Ziele haben, Vorstellungen, Ideen, die Du unbedingt umsetzen willst. Du musst kreativ sein, Weitblick haben, und vor allem musst Du hinter Deiner Sache stehen, das ist das Wichtigste. Du musst das lieben, was du machst. Bei mir ist das so. Ich fahre immer mit Vollgas, ich freue mich jeden Tag auf die Arbeit, und das auch nach 12 Jahren noch. So lange gibt es ja das Café jetzt schon. Und insgesamt bin ich jetzt schon 23 Jahre dabei in der Bäckerei.

Wie ging es los mit dem Machen?

Als Kind war oft bei meinen Großeltern in ihrem Steinmetzbetrieb. Wenn ich dort mit meinem Opa Waschbetonplatten gemacht habe, war das war für mich ein Wahnsinnsding. Mit den eigenen Händen etwas herzustellen, das hat mich fasziniert. Dann wollte ich zuerst Pferdewirtin werden, habe aber dann Zahntechnikerin gelernt und den Beruf wirklich geliebt. Wenn Du die Kunden gesehen hast, wie glücklich sie nach einer Behandlung waren, dann hat auch mich das glücklich gemacht. Das ist übrigens auch heute noch ein ganz wichtiger Antrieb in der Gastronomie: Kunden glücklich machen. Ein eigenes Café habe ich mir nämlich schon damals gewünscht. Und dann habe ich ja meinen heutigen Mann kennengelernt, bin mit in die Firma eingestiegen und habe mir den Wunsch erfüllt. Erst mit dem Café in Cortendorf, dann am Th eaterplatz mitten in der Stadt. Wir haben uns in der Zeit von einer Bäckerei zu einer traditionellen Bäckerei/ Konditorei mit Gastronomie & Cateringunternehmen hin entwickelt.

Was treibt Sie an?

Ich liebe das, etwas Neues zu machen, neue Aufgaben zu lösen, kreativ zu sein. Meine Gäste sind da ein großer Antrieb. Sie sollen glücklich sein, ein paar schöne Momente bei uns haben, sollen das genießen, was wir ihnen liefern. Daher achten wir sehr auf die Qualität der Produkte, alles ist frisch, möglichst alles aus der Region, alles selbst zubereitet. Wir sind ein regionaler Handwerksbetrieb im besten Sinne.

Ist die Region ein guter Standort für Macher?

Ja. Absolut. Coburg hat eine tolle Atmosphäre, ist eine wunderbare Stadt zum Leben. Viele frühere Coburgerinnen und Coburger kommen ja nach ein paar Jahren wieder zurück in ihre Heimat, das spricht für sich. Dieses Jahr ist zwar schwieriger, aber man muss nach vorne schauen. Wir hatten ja das Glück, dass wir nie ganz schließen mussten, das hat uns schon geholfen. Außerdem waren wir kreativ, haben uns neue Produkte überlegt, sind ins To-Go- Geschäft eingestiegen, das ist auch sehr gut angenommen worden. Also durch die Krise kommen wir gut durch. Wir haben die Situation angenommen und das Beste draus gemacht.

Die Fragen stellte Wolfam Hegen.

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