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Very Amused #28

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Coburg very British

Ein Weihnachtsbaum für die Queen – was für eine verrückte Idee, dachten Viele im Jahr 2016, als das Coburger Stadtmarketing eine alte Idee des berühmtesten Sohns der Stadt, Prinz Albert, wieder aufgriff und zur Weihnachzeit einen im Callenberger Forst geschlagenen Baum mit großem Aufwand nach Windsor brachte, dort aufstellte und mit Lichtern aus Coburg und geschmückt mit Kugeln aus dem nahen Lauscha zum Leuchten brachte. Die Aktion schlug mediale Wellen und brachte jetzt den Bayerischen Stadtmarketingpreis ein. Die alte Verbindung Coburgs zum britischen Königshaus also ist im 21. Jahrhundert immer noch eine Erfolgsstory. Darauf setzt man im Tourismus und Stadtmarketing auch für das Jahr 2019. Dann jährt sich der Geburtstag von Prinz Albert und seiner Queen Victoria zum 200. Mal.

Der Preis aus den Händen des Bayerischen Wirtschaftsministers Franz Josef Pschierer ist auf jeden Fall Ansporn genug: In vier verschiedenen Kategorien waren jeweils mehrere Projekte nominiert worden. Und wenn die Stadt Coburg dann in der größten Kategorie ab 40 000 Einwohner den Titel holt, ist das schon etwas Besonderes. Die Laudatio jedenfalls war eindeutig: “Die Queen hat die Idee nicht auf dem Silbertablett geliefert, aber die Trüffelschweine aus Coburg haben sie dennoch gleich erschnuppert. Ein genialer Einfall wurde konsequent umgesetzt. Wie Historie modern vermarket wird, zeigen sie in mit einer von Anfang bis Ende durchgestylten Marketingmaßnahme, die europaweites Echo hervorrief. Well done! Die Jury war „very amused“ und gleichzeitig beeindruckt von der Stringenz, mit der eine anfangs kleine Idee ganz groß gemacht wurde.“ Die Stadt mit den historisch engen Verbindungen zum englischen Königshaus also hatte diese geschickt für Werbung in eigener Sache ausgenutzt. Professionelles Marketing, das europaweite Aufmerksamkeit erzielte und die Jury ebenso überzeugte wie die klare Einbindung in die Stadtmarketingstrategie.

Nur logisch also, dass man im kommenden Jahr ganz auf den 200. Geburtstag von Prinz Albert und Queen Victoria setzt und schon fleißig an den Konzepten dafür arbeitet. So soll es gemeinsame Auftritte des Philharmonischen Orchesters des Landestheaters Coburg mit der Royal Choral Society geben. Der angesehene traditionsreiche Londoner Chor verdankt seine Existenz Prinz Albert, wurde er doch zur Eröffnung der legendären Royal Albert Hall gegründet. Daneben sollen die Coburger Schlösser Rosenau, Callenberg und Ehrenburg und weitere hiesige Stationen aus dem Leben des Coburger Prinzenpaares mit wichtigen Stationen in England digital verknüpft werden. Auch an eine Teilnahme am Viktorianischen Weihnachtsmarkt vor dem Kensington-Palast ist gedacht und im weltbekannten Victoria und Albert Museum in London könnte 2019 ein Designer-Weihnachtsbaum aus Coburg für Staunen sorgen. Viele weitere Ideen liegen bereits in der Schublade und warten darauf in den nächsten Monaten vorbereitet und umgesetzt zu werden.

Auch das Jahr 2019 wird also in Coburg wieder very british – und vielleicht ja wieder so erfolgreich wie das Weihnachtsmärchen 2016.

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