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Buchempfehlung #39

Gesponserter Beitrag

Buchempfehlung

Martin Vögele von der Buchhandlung Riemann

Ein bewegender Roman über Menschen, Menschlichkeit und das Menschsein an sich

Im Mittelpunkt des Romans „Die langen Abende“ von Elizabeth Strout steht die ehemalige Lehrerin Olive Kitteridge im Spätherbst ihres Lebens. Dass nur die wenigsten Menschen sie je richtig mochten, ist ihrer sehr direkten und kauzigen Art geschuldet. Doch Olive hat auch andere Seiten …

Elizabeth Strout nimmt uns mit auf eine Reise, die in dreizehn miteinander verbundenen Geschichten nicht nur Einblicke in Olives Leben gewährt, sondern auch in das weiterer Menschen, die alle ebenfalls in der Neuengland-Kleinstadt Crosby wohnen und in ihrem Leben mehr oder weniger mit Olive Kitteridge zu tun haben oder hatten.

Es sind Geschichten über Partnerschaft, über Eltern-Kind-Beziehungen, über das Älterwerden, über Freundschaft, Liebe und Versöhnung.

Und da Olive eben nicht nur schroff, unversöhnlich und oftmals verletzend offen ist, sondern unter ihrem Panzer auch über ein großes Maß an Mitgefühl, Empathie und Verletzlichkeit verfügt, gerät die Lektüre des Buches zu einem unterhaltsamen und berührenden Erlebnis. Viele vermeintlich banale Dialoge und Beobachtungen sind letztlich von großer Weisheit und Erkenntnis geprägt.

„Die langen Abende“ ist ein leiser, ein feiner Roman – lebensklug, präzise beobachtend, in einem positiven Sinne unspektakulär, ohne großes Tamtam und vielleicht gerade deshalb so berührend.

Inhaltsangabe

„Mir fehlt die Küste von Maine auch“, sagte Olive zu Jack. Und ab da war alles gut.

In Crosby, einer kleinen Stadt an der Küste von Maine, ist nicht viel los. Und doch enthalten die Geschichten über das Leben der Menschen dort die ganze Welt. Da ist Olive Kitteridge, pensionierte Lehrerin, die sich auch mit siebzig noch in alles einmischt, so barsch wie eh und je. Da ist Jack Kennison, einst Harvardprofessor, der ihre Nähe sucht. Beide vermissen ihre Kinder, die ihnen fremd geworden sind, woran Olive und Jack selbst nicht gerade unschuldig sind …

Ein bewegender Roman, der von Liebe und Verlust erzählt, vom Altern und der Einsamkeit, von Momenten des Glücks und des Staunens.

Elizabeth Strout

… wurde 1956 in Portland, Maine, geboren. Für ihren Roman „Mit Blick aufs Meer“ bekam sie 2009 den Pulitzerpreis. „Die Unvollkommenheit der Liebe“ wurde für den Man Booker Prize 2016 nominiert. „Alles ist möglich“ wurde 2018 mit dem Story Prize ausgezeichnet, erhielt ein überwältigendes Presseecho in den USA und stand in allen großen Medien auf den Empfehlungslisten. Die Übersetzungsrechte ihres neuen Romans wurden in bisher 17 Länder verkauft. Elizabeth Strout lebt in Maine und in New York City.

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