Buchempfehlung #45

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Buchempfehlung

MARTIN VÖGELE VON DER BUCHHANDLUNG RIEMANN

Dunkelkammer

Er taucht dort auf, wo Menschen sterben. Er ist dem Tod näher als allem anderen. Er hält das Unheil fest. David Bronski ist Pressefotograf.

Als er von einem früheren Kollegen den Hinweis erhält, dass sich in einer Penthouse-Wohnung in seiner Heimatstadt Innsbruck die mumifizierte Leiche einer vor 20 Jahren verschwundenen deutschen Milliardärin Zita Laufenberg befindet, gerät das fragile Gleichgewicht David Bronskis ins Wanken.

Da die Polizei von dem Fund noch nichts weiß, birgt die Story ein unglaubliches Potenzial für Bronski und die Zeitung, für die er arbeitet. Allerdings muss er für diesen Auftrag zurück in die Stadt, die er nach einem traumatischen Ereignis vor langen Jahren verlassen und seither weder wieder betreten hat, noch je wieder betreten wollte.

Nachdem damals das Entsetzliche passiert war, zogen Bronski und seine Frau ins weit entfernte Berlin, um den Geschehnissen zu entkommen und in der fremden Umgebung noch einmal neu anzufangen. Obwohl sich alle Mühe geben, scheitern sie letztlich.

Bronski wird in der Folge zu einem kalten Zyniker. Die meisten Kolleginnen und Kollegen in der Redaktion halten ihn für einen kaputten Drecksack, schätzen ihn allerdings für seine professionelle Arbeit. Nach wie vor ist er einer der Besten seines Fachs. Allein seine Schwester lässt er noch an sich heran.

Mit ungutem Gefühl reist er also nach Innsbruck, um die begehrten Fotos von Tatort und Leiche zu schießen. Ein weiterer Job nur, wenn auch ein aufgrund der Prominenz der Leiche keine alltäglicher.

Bronski würde seinen Job erledigen, dafür eine schöne Stange Geld kassieren und danach wieder nach Berlin fahren. Die Dämonen der Vergangenheit würde er im Zaum halten können. Bis er in der Geldbörse der Toten ein Foto findet, dass alles verändert …

„Dunkelkammer“ ist der fulminante und rasante Auftakt einer neuen Krimi-Reihe um David Bronski. Mit seinen überraschenden Wendungen ist es ein eindringliches und packendes Buch, das ich nicht mehr weglegen konnte.

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