Buchempfehlung #46

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Buchempfehlung

MARTIN VÖGELE VON DER BUCHHANDLUNG RIEMANN

Ein episches Porträt der Südstaaten, eine Geschichte von Loyalität und Verrat, von Freundschaft und Liebe

Eingebettet ist die Handlung von „Das Meer von Mississippi“ in die wohl schlimmste Naturkatastrophe in der Geschichte der USA: Im Frühjahr 1927 brachen nach monatelangen Regenfällen Deiche des Mississippi auf einer Länge von 1.500 Kilometern und setzten eine Fläche von der Größe Irlands monatelang unter Wasser. Unzählige Menschen starben, Millionen verloren Hab und Gut.

Schauplatz des Romans ist Hobnob, eine kleine Stadt am Ufer des Mississippi. Wie in vielen anderen Gemeinden, droht auch hier der Damm zu brechen. Viele Helfer sichern den Damm rund um die Uhr, bewaffnete Wachtposten schützen ihn vor Saboteuren.

In dieser Situation machen sich die Prohibitionsagenten Ingersoll und Johnson auf den Weg in die Stadt, um im Fall zweier Kollegen zu ermitteln, die dort wenige Wochen zuvor spurlos verschwanden. Auf dem Weg in die Stadt kommen Sie am Schauplatz eines Überfalls vorbei und finden inmitten des Chaos ein unversehrtes Baby. Sie beschließen, sich zu trennen: Während Johnson nach Hobnob weiterreitet, soll Ingersoll das Baby im nächsten Waisenhaus abliefern.

Dort angekommen, bringt es Ingersoll jedoch nicht übers Herz, den Jungen zurückzulassen, da er selbst in einem Waisenhaus aufwuchs. Er nimmt das Kind mit nach Hobnob, wo er erfährt, dass ein junges Ehepaar vor einiger Zeit sein Kind verlor und das Waisenkind vielleicht aufnehmen würde. Ingersoll reitet zu dem außerhalb der Stadt gelegenen Haus und trifft dort Dixie Clay an, die den Jungen tatsächlich aufnimmt.

Dass Dixie Clay eine erfahrene Schwarzbrennerin ist und deren Mann Jesse mit dem illegalen Verkauf ihres Whiskeys eine Menge Geld macht, kann Ingersoll nicht ahnen. Die Sache wird nicht dadurch besser, dass er sich zu Dixie Clay hingezogen fühlt und diese in den Fall der verschwundenen Prohibitionsagenten verwickelt zu sein scheint …

Dieser Roman ist nicht nur ein spannender Kriminalroman vor dem Hintergrund eines detailgenau beschriebenen historischen Ereignisses, sondern auch ein fesselndes Gesellschaftsporträt. „Das Meer von Mississippi“ ist „großes Kino“ und wird Sie auch noch beschäftigen, nachdem Sie es weggelegt haben – ein packender, lyrischer Roman, eine berührende Geschichte über Liebe und Freundschaft.

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