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DATAVI – Störungen auf der Spur #53

Störungen auf der Spur

… dank des APC All Productions control von datavi arbeiten Maschinen schneller, effizienter und steigern die Qualität. Benötigt wird dazu ein scheckkartengroßer Rechner, der in der Maschine installiert wird. Entwickelt hat das Produkt Patrick Dabrowski.

Und so funktioniert das APC: „Das sind die Abläufe einer großen Produktionsanlage“, sagt Dabrowski und klappt seinen Laptop auf. Wir treffen den 36-jährigen Elektroingenieur in der digitalen Manufaktur Zukunft.Coburg.Digital in Rödental, dem Gründerzentrum für junge Unternehmerinnen und Unternehmer. Auf dem Bildschirm kann der Jungunternehmer die Abläufe der Produktionsanlage sehen. Dabrowskis System APC (All Productions Control) analysiert die Ursache von Fehlern. Das kleine scheckkartengroße Gerät ist ein Mini-PC, der in der Maschine installiert ist und die Daten an unterschiedliche Endgeräte, beispielsweise einen Laptop in Echtzeit meldet. Er erklärt: „Wenn eine Schicht von sechs bis 14 Uhr geht, sollte in diesen acht Stunden auch produziert werden, vorausgesetzt die Maschine läuft optimal.“ Das sei aber nicht immer der Fall, oft sei eine Anlage aufgrund von Störungen weniger Stunden als acht Stunden in Betrieb, in der Folge werde weniger produziert, als geplant.

„In fast allen Fällen verursachen die drei bis fünf häufigsten Stillstandgründe mehr als 80 Prozent aller Stillstände. Kennt das Unternehmen diese Fehler, kann es schon innerhalb weniger Stunden bis Tage 80 Prozent aller Stillstände beseitigen.“

Während bestehende Systeme einen Server benötigen, der zentral große Datenmengen speichern muss, ist der Kunde mit dem APC nicht auf eine zentrale Speichereinheit angewiesen. „Wenn wir 100 Anlagen haben, dann installieren wir ein Gerät in jede Anlage und jedes verarbeitet dann die Daten dieser einen Anlage“, erklärt Dabrowski. Der Kunde habe somit die Produktivität seines Unternehmens sowie wichtige Kennzahlen hinsichtlich Verfügbarkeit, Performance und Qualität der Produktion stets im Blick.

„Der Kunde weiß genau, was passiert, wo es Probleme gibt und welche Stellschrauben er drehen muss, um das Maximum aus der Maschine herauszuholen.“

Das sei preiswerter und ermögliche eine Installation und Inbetriebnahme in der Hälfte der üblichen Zeit. Die Lösung ist für alle Unternehmen interessant und alle Anlagen anwendbar, egal ob zehn oder 100 Maschinen im Betrieb laufen; auch das Alter und die Art der Maschinen spielen keine Rolle.

IOT Technologie für bestehende Systeme

Die Idee zum APC kommt Dabrowski bei seiner Arbeit als Software-Entwickler für IoT (Internet of Things) Produkte. Er ist zum Beispiel an der Entwicklung von Blutzucker Patches, die den Glukosegehalt im Blut messen, beteiligt. Er überlegt, wie er die IoT Technologie auf die bestehenden Lösungen übertragen kann und tüftelt etwa ein Jahr lang, bis sein Produkt fertig für den Markt ist

Im Sommer 2021 gründet Dabrowski sein Start-up- Unternehmen. Seine Idee überzeugt, er erhält unter anderem eine Förderung des Freistaates Bayern. Mit 36.000 EUR unterstützt das Wirtschaftsministerium die Gründungsidee. Unter 145 Bewerbern aus ganz Bayern gehört datavi zu den 20 besten Start-ups. Es ist das erste oberfränkische Team, das diese Förderung erhält.

Mittlerweile besteht datavi aus sechs Leuten einschließlich des Chefs, neue Kunden werden hauptsächlich über LinkedIn akquiriert. Das System ist bereits in fünf Unternehmen erfolgreich im Einsatz, Verhandlungen mit weiteren Kunden sind im Gange. Und es geht weiter: Ein digitales Schichtbuch, das Aufträge plant und weiterleitet, ist in Arbeit.

Der Name datavi ist übrigens rein zufällig entstanden. „Wir haben uns gedacht, dass er gut klingt“, sagt Dabrowski.

Terminvereinbarungen unter https://calendly.com/datavi/potentialanalyse?month=2022-10

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