Kultouren – Alpbach #49

Reisen allein, zu zweit, als Familie mit Kindern, „die schon aus dem Gröbsten“ raus sind, mit Freunden. Regionen in Europa, die mit dem Auto, per Bahn, mit dem Bus (oder dem Flugzeug) in ein paar Stunden erreichbar sind. Ziele für Menschen, die etwas sehen und erleben wollen, die interessiert sind an Kultur, Land und Leuten, an Natur, Bergen, Seen, Flüssen und Meer, gerne verbunden mit Bewegung an der frischen Luft und manchmal auch mit ein bisschen kalkuliertem Abenteuer. Das sind unsere COBURGER Kultouren. In jedem Magazin eine. Mit vielen Bildern, die Lust aufs Fortfahren machen, und mit ein paar wenigen persönlichen Eindrücken, wenn Sie dieser Lust erliegen. Unser Tipp: Selbst auf Entdeckungsreise gehen.

Alpbach

Auf zum schönsten Dorf Österreichs

Ein Winter Pause. Für leidenschaftliche Skifahrer eine Ewigkeit. In diesem Winter aber laden Skigebiete ein zum Wedeln, Carven, Cruisen. Also zieht es auch uns in den schneebedeckten Süden, gute vier Stunden sind wir mit dem Auto unterwegs bis nach Tirol. Wir sind nicht auf der Suche nach lärmendem Skizirkus, nach dem ultimativen Adrenalin-Kick, nach Hüttenzauber, sondern nach ein wenig Winteridylle, einem Platz zum Durchschnaufen, nach ein paar Tagen Auszeit, mentalem Herumschlendern. Wir werden fündig in einem kleinen Seitental östlich der Inntalautobahn, in Alpbach, einem Ort abseits der großen Touristenströme.

Auf schönen Wegen

Auf knapp 1000 Meter Höhe schmiegt sich der als schönstes Dorf Österreichs ausgezeichnete Ort an den Gratlspitz, der steil hinter ihm aufragt. Ein kleiner feiner Wintersportort (natürlich auch im Sommer eine Reise wert), der sich seinen dörflichen Charakter trotz der vielen Gäste bewahrt hat. Keine Durchgangsstraße führt durch die Gemeinde, die Bauordnung aus den 1950ern lässt nur traditionelle Bauten aus Holz zu. Das mag mancher kitschig finden, die heimelige Stimmung aber wirkt schon beruhigend an sich. Selbst das moderne Congress Centrum passt sich dem alpenländischen Stil an. Ein Spaziergang durch den Ort oder auf einem der Wanderwege um den Ort erschließt großartige Ausblicke und führt auch zu den wenigen Sehenswürdigkeiten wie dem Alpbacher Bergbauernmuseum oder der kleinen, aber dennoch prächtigen Pfarrkirche Alpbach mit dem ebenso sehenswerten Friedhof.

Auf Besuch in der Hauptstadt

Etwa eine Stunde von Alpbach entfernt liegt Innsbruck, die Hauptstadt von Tirol, fünfgrößte Stadt Österreichs. Das Wetter passt, die Sonne scheint, die Temperaturen sind angenehm, so steht ein wenig Sightseeing im Olympiaort von 1976 nichts im Wege, inklusive einem Haferl Kaffee in einem der Straßencafés in der Maria-Theresienstraße mittendrin in der mittelalterlichen und kaiserzeitlichen Idylle dieser Stadt, die nur gebrochen wird durch die steilaufragenden 2000er auf der Nord und Südseite der Stadt und ultramoderne Bauten der internationalen Stararchitektin Zaha Hadid. Natur und Kultur im Zwiegespräch. Viel zum Anschauen, Schloss, Burgen, Barock, Palais, Dom oder einfach ein wenig schlendern, zum Beispiel am Inn entlang. Die Sonne scheint. Passt.

Auf in Glitzerwelten

Nicht weit weg liegt ein weiteres Ausflugsziel, das man auch bei schlechterem Wetter besuchen kann: die Swarovski Kristallwelten. Eine Erlebniswelt, erdacht von Multitalent Andre Heller. Nach Umbau und Erweiterung 2015 staunt der Besucher mittlerweile auf 7,5 Hektar Fläche über Kunst aus Kristall, über mystische Glitzerwelten, über Werke vieler namhaft er Künstlerinnen und Künstler. So haben es die Kristallwelten mittlerweile zu einer der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Österreichs geschafft. Nur vier von vielen Ideen für Ihre persönliche Entdeckungsreise in die Region um Alpbach in Tirol. Informationen gibt es ausführlich im Netz, in gedruckten Reiseführern bei Ihrem regionalen Buchhändler, oder fragen Sie uns.

    Hinterlassen Sie ein Kommentar

    14 − 11 =