Landpartie #54

Ein Streifzug durch das Coburger Land

Sanfte Hügel, naturnahe Flüsse, satte Wiesen und Wälder, historische Städtchen, hübsche Fachwerkfassaden, Schlösser und Burgen. Das ist das Coburger Land. Wir laden Sie in unserer Reihe „Landpartie“ zu einer kleinen Entdeckungsreise durch den Landkreis Coburg ein. Dieses Mal sind wir in Dörfles-Esbach und Rödental unterwegs.

Schloss Rosenau

Das Schloss Rosenau hat eine lange und wechselhafte Geschichte. Im Jahr 1819 wurde hier Prinz Albert von Sachsen-Coburg und Gotha geboren, der spätere Gemahl der britischen Königin Victoria. Albert verbrachte nach seiner Geburt noch 15 Jahre auf dem Anwesen. Albert und Victoria besuchten den Ort mehrfach, auch nach Alberts Tod kehrte Victoria öfters hierher zurück. Das Schloss und der Park sollen zu ihren Lieblingsplätzen gehört haben. Der Herrschaftssitz ist umgeben von einer Gartenanlage, die im englischen Stil angelegt ist. Das Besondere sind zwei schwarze Schwäne, die als Andenken an Albert im Parkteich schwimmen. In der „Rosenau“ steht das Europäische Museum für Modernes Glas und gleich daneben befindet sich die Alte Orangerie, die durch ihre Architektur besticht und für Veranstaltungen aller Art, besonders für Hochzeiten, genutzt wird.


Das Europäische Museum für Modernes Glas

Wer durch die „Rosenau“ spaziert, sollte unbedingt auch im Europäischen Museum für Modernes Glas vorbeischauen. Auf 1260 Quadratmetern Ausstellungsfläche sind Glasobjekte in höchster Vollendung zu sehen. Im Erdgeschoss sehen die Besucher die Entwicklung des Studioglases von den 1960er Jahren bis heute. Präsentiert wird künstlerisch gestaltetes Gebrauchsglas sowie Skulpturen und Installationen, die nicht nur die Herzen von Glasfreunden höherschlagen lassen. Auf einer gläsernen Treppe steigt man einige Stufen empor zur Galerie. Hier sind Sonderausstellungen und das Lampenglas zu sehen. Im Untergeschoss ist die Studiensammlung Keramik ausgestellt.


Domäne Rödental Oeslau

Mitten im Ortskern von Oeslau liegt die Domäne, die im Jahr 1162 zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde. Die 1,7 Hektar große Anlage wurde von August 1985 bis Mai 1988, im Rahmen der Städtebauförderung, als bundesweites Pilotprojekt saniert. Die gelungene Sanierung wurde mit dem Konrad-Adenauer Preis ausgezeichnet. In der Domäne befindet sich der städtische Bauhof und das Jugendzentrum, auch Ausstellungen und soziale Einrichtungen haben hier ihren Platz. In früheren Zeiten gehörten zur Domäne auch eine Schenke und eine Brauerei. Aus der einstigen Straßenschenke hat sich die heutige Brauerei Grosch entwickelt.


Der Esbacher See

Der Esbacher See, auch Tongrube genannt, gehörte zu einem ehemaligen Dampfziegelwerk in Dörfles-Esbach. Bis zum Jahr 1986 wurde hier Ton abgebaut. Heute ist die Tongrube ein Biotop und Landschaftsschutzgebiet mit einer reichen Artenvielfalt an Tieren und Pflanzen. Mit über 40 Metern Tiefe ist der See das tiefste Gewässer in Nordbayern. Rund um den See lädt ein Rundwanderweg zum Spaziergang ein.

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