Monaco Franke #24

Und schon wieder ist ein Jahr um. Leut‘, die Zeit rennt wie a Freibiergesicht, wenn der Gerch a Rund’n schmeißt! Kaum hat der Monaco seinen Lindt-Hasen z’sammg’fressn, gibt’s auch schon wieder die Nikoläuse! Und die quälende Frage steht im Raum: Was schenk‘ ich dieses Jahr?

Bevor es ans Schenken geht, muss freilich erstmal geschaut werden, was der Geldbeutel eigentlich so hergibt. Das ist ja heutzutage gar nicht mehr so einfach in der Adventszeit! Früher gab’s in vielen Firmen noch ein „Weihnachtsgeld“ – die Älteren werden sich erinnern. Dieses ist inzwischen aber praktisch nur noch Beamten und einer privilegierten Minderheit vorbehalten. Bei den meisten „normalen“ Arbeitnehmern wird das sogenannte 13. Monatsgehalt schon lange nicht mehr ausbezahlt. Da ist dann im Dezember schon mal Ebbe im Portemonnaie, zumal ja der Januar vor der Tür steht, in dem alle Jahresbeiträge, Versicherungen etc. weggehen. Die von der ganz schnellen Sorte, die im Herbst vielleicht gar schon den nächsten Sommerurlaub mit „Frühbucherrabatt“ bezahlt haben, werden jetzt ganz schön fluchen. So viel ist klar.

Wer clever ist, kann ja die Flugtickets oder den Hotelprospekt unter den Christbaum legen. Aber simma ehrlich: Des wär bleed! Also doch – Obacht: Klischee! – a scheens Kettla oder Ringla und an warmen Schal für die Fraa, die neue Playstation und das aktuelle Glubb-Heimtrikot für den Sohnemann und weiße Schlittschuhe und die Barbie für die Tochter! Damit das mit den Ausgaben so halbwegs im Rahmen bleibt, baut der selbstlose Familienvater vor, indem er ankündigt, selbst keine Geschenke zu erwarten: „A boar Plätzla und a Halbe Bier zur Bescherung, hinterher Wörschdla mit Kartoffelsalod und a weng a Besinnlichkeit – mehr brauchd’s doch an Heiligabend ned. Und wenn die Kinner was Selbstgebastelt’s ham und drei Weihnachtslieder vorspielen, is doch alles prima! Wos will ma nuch mehr?!“

Ach ja, Kinner – Weihnachten. Gschmeidiger wär’s aber halt schon, man hätt a weng a Geld! Aber is‘ halt ned. Der Lottogewinn will sich einfach nicht einstellen. Bis sich da eine Lösung findet, kann man ja aber schon mal überlegen, was man so wünscht! Wünsche, das ist der Vorteil, kosten erstmal gar nichts und können ganz schön was her machen! Was zu Weihnachten und zum Jahreswechsel immer geht: „Xundheit“! Gerne mit dem Zusatz: „Des is eh des Wichtigste.“ Wer wollte das schon ernsthaft bestreiten? Ansonsten freuen sich Menschen immer darüber, wenn man ihnen Glück und Erfolg wünscht. Auch „mehr Zeit für die Familie, Freunde oder das Hobby“ liegt als guter Wunsch total im Trend. Zeit schenken ist zwar schwierig, Zeit wünschen aber ein Leichtes!

Der Monaco hat sich auch schon ein paar Sonderwünsche für dieses Jahr ausgedacht. Allen Oberfranken wünscht er a guude Portion Geduld und Nachsehen mit den Münchnern und Oberbayern, wenn die mal wieder ihr selbstherrliches „mia san mia“ zur Schau tragen und den großen Maxe spielen. Sie können halt nicht anders. Speziell den Menschen in der Nähe von Aufseß in der Fränkischen Schweiz (und allen Freunden des hiesigen Gerstensaftes) wünscht er freilich auch noch, dass sie dort das Problem mit dem Wasser endlich in den Griff kriegen. Gleich zweimal mussten die Bewohner dort in letzter Zeit wegen Keimen ihr Trinkwasser tagelang abkochen. Und das Schlimmste: Die örtlichen Brauereien mussten ihren Betrieb vorübergehend einstellen. Gott sei Dank waren genügend Reserven im Tank. Goar ned auszudenken, wenn … ach, der Monaco will lieber ned drüber nochdenk‘n! Und was wünscht man den Münchnern? Viel Gelassenheit beim Gedanken an den künftigen fränkischen Ministerpräsidenten zum Beispiel (die brauchen’s wirklich, vielleicht sogar Tapferkeit!) und damit verbunden viel Kraft, diesen Machtverlust irgendwie zu verarbeiten und zu kompensieren. Als unmittelbar Betroffener des Münchner „Kotzhäufchen-Slaloms“ Ende September/Anfang Oktober mag man vielen Bewohnern der Landeshauptstadt zudem zwei schöne freie Wochen zur Wiesnzeit wünschen – am liebsten natürlich da, wo die Wörschd und das Bier eh viel besser schmecken …!

Aber wieder zurück zu den noch fehlenden Geschenken. Den Großteil der buckligen Verwandtschaft kann man ja zum Glück mit Weihnachtskarten abspeisen. Übrigens ganz gerne mit einem Foto, auf dem sich die ganze Familie inklusive Hund eine Nikolausmütze aufgesetzt hat! Subber Idee! Na ja, und für die Schwiegereltern, die Schwägerin und die Patenkinder fällt uns schon auch noch was ein. „Soch amoll, der sauren Wein, den wir vom Gerch g’schenkt kriechd ham, kennt’n ma den ned Deiner Mutter eipacken?“

Schätzla, schau wie iech schau!

Für den COBURGER von Wolfram Porr

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