Monaco Franke

Monaco Franke #25

Momentan rotzen ja alle widder recht umanander. Bazillenschleudern, wo man hieschaut! Es wird gehustet und genossen – Xundheit! – die Viren und Bakterien haben es sich an Türklinken oder Haltegriffe in öffentlichen Verkehrsmitteln gemütlich gemacht, als hätten sie Vollpension in einem Wellnesshotel gebucht! Fast jeden hat’s schon erwischt. Sie aa, gell?! Irgendwann hilft auch ka Schwitzkur, ka Zink und ka Viddamin C mehr. Wenn die Mandeln erstmal rot sind, die Nebenhöhlen dicht und die Nase zu ist, dann muss man da durch! Zu Risiken und Nebenwirkungen der Medikamente fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker … oba fei auf goar kann Fall die Fraa, gell! Weil die eh immer findet, dass wir Männer uns ned so anstellen sollen. Dabei ist inzwischen erwiesen: Männer leiden zwar mehr, empfinden aber auch mehr Schmerzen. Also von wegen „Männerschnupfen“! Manchmal ist die Wissenschaft also auch amoll zu was nütze!

Wie hat scho Monacos Vadder früher immer g’socht? „Die beste Krankheit taugt nix“, und Recht hat er g’habt! Es reicht ja schon, dass einen fortna der Arbeitgeber, die bleeden Leit‘ und die Politiker schier krank machen! Do brauch ich ned aa nuch a Erkältung oder goar a ausgewachsene Gripp’n!

Oder etwa nicht? Man kann ja schon Kopfschmerzen kriegen, wenn man sich die extrem schwierige und langwierige Regierungsbildung in Berlin anschaut. Erst hat die FDP „Jamaika“ platzen lassen, um nicht an der berüchtigten, meist vier Jahre dauernden Merkelitis zu erkranken. Danach musste die SPD eine 180-Grad-Wende mit Doppel-Schulz und dreifacher Nahles-Schraube hinlegen, um dann doch wieder mit der Union über eine neue „GroKo“ zu verhandeln. Für viele an der Parteibasis kam das einer Ansteckung von einer Sekunde auf die andere gleich – quasi ohne Inkubationszeit! Also mei Hirn kummt da aa nimmer mit!

Kein Wunder, dass der SPD jetzt die Schwindsucht droht. Laut der aktuellen „Sonntagsfrage“ kämen die Sozen, wenn jetzt Bundestagswahl wäre, nur noch auf 18 bis 19 Prozent. Soong ma mal so: Die bayerische SPD würde bei diesen Zahlen in Jubel, Trubel, Heiterkeit ausbrechen und vor lauter Begeisterung Betablocker schlucken. Aber die Bundes-SPD? Die verliert nicht nur den Nimbus als „Volkspartei“. Ihr droht auch noch eine schlimme, lang anhaltende Depression, denn weit und breit ist keine Frau und kein Mann in Sicht, der die altehrwürdige Partei wieder auf Kurs bringen könnte.

Dabei hätten wir die SPD doch in der Opposition gebraucht! Hat der Schulz noch am Abend der verlorenen Bundestagswahl selber gesagt! Der selbsternannten „Alternative für Deutschland“ (dass ich ned lach‘!) die Rolle der stärksten Oppositionspartei im Bundestag zu überlassen – es wird sich erst noch herausstellen, ob das so eine gute Idee ist. Der Monaco jedenfalls bekommt nur beim Gedanken daran scho a Fetzn-Moongg’schwür!

Dagegen sind die Sorgen, was den anstehenden Stabwechsel in Bayern angeht, eher gering. Was hat ein Franke schon zu fürchten, wenn bald ein Landsmann Ministerpräsident wird?! Hat er’s endlich geschafft, der Söder! War ja auch nicht mehr schön anzuschauen, das Rumgeeiere um die Seehofer-Nachfolge und sein öffentliches Stuhlsägen. Spätestens im März soll der Hans Dampf aus Mittelfranken nun also zum neuen „Landesvadder“ gewählt werden.

Politisch kann man von dem (wie es immer so schön heißt) polarisierenden Noch-Heimatminister ja halten, was man will. Eins muss man ihm lassen: Humor hat er! Zum legendären „Fastnacht in Franken“ kam er Anfang Februar als Prinzregent Luitpold verkleidet nach Veitshöchheim und sagte: „Nach ihm ist eine eigene Torte benannt – die Prinzregententorte. Und das ist für einen Politiker, finde ich, doch viel dankbarer, als wenn’s nur ein Denkmal ist, auf dem Tauben sitzen.“
Ned schlecht, Herr Söder! Außerdem ist Luitpold von Bayern in Franken geboren (wenn auch „nur“ in Würzburg). „Passt doch ganz gut“, dachte sich der Söder. Des vielleicht schon, aber ob er sich da wirklich gut erkundigt hat? Erstens übernahm Luitpold die Herrschaft vom geisteskranken Otto I. (naa, da hod er sicher ned an den Horst gedacht). Luitpolds Politikstil wird von Historikern außerdem als eher „präsidial-repräsentativ“ beschrieben. Bei politischen Entscheidungen, heißt es, habe er sich meist zurückgehalten. Bassd jetzt ned wirklich zum Söder. Aber der Monaco findet ja eher, dass das ein Grund ist zu hoffen. Darauf, dass es unterm Söder vielleicht gar nicht so schlimm wird wie einige befürchten. Oder aber, es geht uns mit ihm wie mit dem „Männerschnupfen“. Am End‘ woar’s noch viel schlimmer als alle vorher gedacht ham!

Schätzla, schau wie iech schau!

©Lino2016

Für den COBURGER von Wolfram Porr

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