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Rente Futsch #28

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Ein sicherer Job, Familie, ein Haus – für viele Menschen bildet dieser Dreiklang die Grundlage für ein erfülltes Leben. Und dann in der Rente noch genug Zeit und Geld für die schönen Dinge, Urlaub, Konzerte, ein schickes Auto, das Hobby, den Garten, die Enkelkinder. Deswegen legen viele Bürger Zeit ihres Lebens den einen oder anderen Euro an, möglichst gut verzinst, möglichst mit satten Gewinnen, damit die erhoffte Geldquelle im letzten Lebensdrittel sprudeln kann. Doch allzu oft entpuppt sich der Geldstrom als schmales Rinnsal, bleibt nur die magere gesetzliche Rente. Viele Menschen sind heute daher zunehmend verunsichert, wissen nicht, wem man vertrauen kann. Ein paar Tipps für die eigene Geldanlage von Eva Grabolus, Rechtsanwältin in der Coburger Kanzlei Hörnlein & Feyler.

Immer wieder hat sie Menschen vor sich sitzen, die ihren Rat suchen, die Geld verloren haben, die erfolglos auf versprochene Gewinne warten. Los ging die Verunsicherung schon in den 1990er Jahren, erinnert sich Frau Grabolus. Damals hat sich der Kapitalmarkt geöffnet, ganz normale Menschen konnten plötzlich Fondsbeteiligungen erwerben, an Schiffen, Solartechnologie, Immobilien, Filmen. Normale Geschäftsbanken witterten das große Geschäft, überzeugten Kunden von vermeintlich lukrativen Geschäften. Dann kam 2008, der Bankencrash. Viel Geld ist vernichtet worden, Anlagen waren wert- und viele einfache Bankkunden ratlos: Was tue ich mit meinem Geld?

„Auf jeden Fall die Finger weg von Fonds“, sagt Eva Grabolus, „außer, man hat Geld übrig.“ Im Fondsgeschäft nämlich gibt es keine Bankenaufsicht. Vielen Anlegern sei aber nicht bewusst, dass sie mit dem Kauf eines Anteils zum Unternehmer werden. „Natürlich hat man dadurch Chancen auf gute Gewinne, aber eben auch alle Risiken.“ Und die können schmerzhaft sein: Manchmal ist nicht nur das angelegte Geld weg, sondern man muss auch noch Geld nachschießen, manchmal gibt es einen Passus im Vertrag, dass die Ausschüttungen nur als Darlehen gelten, später aber zurückgezahlt werden müssen, wenn der Fonds wirtschaftliche Probleme hat. Leider kämen, so sagt sie, vermeintlich geprellte Anlieger erst dann zu ihr. „Natürlich sollte man sich bei Fondsbeteiligungen aber auf jeden Fall vorher rechtlich beraten lassen, wenn man sie überhaupt in Erwägung zieht.“

Generell warnt sie vor rechtlich fragwürdigen Verkäufermaschen: Angst vor Geldverlust schüren, bestehende Verträge schlechtreden und dann zu riskanten Geldanlagen überreden. „Bei so einem Vorgehen sollten sofort die Alarmglocken schrillen.“ Dann lieber das Geld sicher anlegen, ohne Verlustrisiko, wenn auch zurzeit keine oder keine großen Gewinnspannen winken: In Lebensversicherungen auf Kapital- oder Rentenbasis zum Beispiel, in Staatsanleihen, oder, wenn denn mehr Gewinne drin sein sollen, Aktien, die unterliegen zumindest einer Bankenaufsicht.

Eva Grabolus ist in der Kanzlei Hörnlein & Feyler unter anderem auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisiert

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