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Schöne Dinge #29

Schöne Dinge – Wie Umgebung auf uns wirkt

Unsere Wohnungseinrichtung lässt tief Blicken – in unsere Seele. Sie spiegelt unsere Interessen und Leidenschaften wider. Im besten Fall haben wir ein wohlgestaltetes Heim, in dem wir uns entspannt zurücklehnen und zum Beispiel von unserem schönsten Urlaub träumen können. Doch oft kommt es ganz anders: Während wir in unserem letzten Afrika-Urlaub die Vorzüge einer Einrichtung im Kolonialstil genossen und die afrikanischen Holzschnitzereien in Form von Masken, Tieren und Menschenköpfen bewundert haben, gepaart mit einem wunderschönen Blick in die unendlich wirkende Steppenlandschaft Afrikas, wirken unsere Urlaubsandenken im eigenen, skandinavisch eingerichteten Heim irgendwie deplatziert. Zur Krönung des Ganzen will sich beim Anblick unserer mühsam mitgeschleppten Afrika-Andenken zu Hause vor dänischer Wohnkulisse absolut keine Urlaubsstimmung mehr einstellen. Stattdessen schleicht sich ein Anflug von Frust ein und wir fragen uns: Was habe ich bloß falsch gemacht? Im Urlaub sah doch alles so schön aus?

Nun, es gibt so einiges, was wir tun können, damit unsere Wohnumgebung eine positive Grundstimmung in uns erzeugt:

Eine harmonische Wohnumgebung

Zunächst einmal wird die Wohnungsgestaltung natürlich durch unseren jeweiligen Geschmack bestimmt. Hierfür stehen uns diverse Einrichtungsstile zur Verfügung. Oft wollen oder können wir uns nicht auf einen bestimmten Stil festlegen. Dann sieht die Einrichtung zusammengewürfelt aus und es will sich kein harmonisches Gesamtbild in der Wohnung einstellen. Natürlich ist es möglich, verschiedene Stile miteinander zu kombinieren, doch das will gekonnt sein! Hierbei sollten niemals mehr als zwei unterschiedliche Stile kombiniert werden.

Zu unserem persönlichen Geschmack gesellt sich dann noch die räumliche Aufteilung. Ist die Wohnung eher dunkel oder hell? Sind die Räume klein oder groß? Gibt es hohe Decken? Das sind wesentliche Dinge, die es bei der Gestaltung der Wohnräume unbedingt zu beachten gilt und bei denen wir grobe Fehler zu Lasten unseres Wohlbefindens machen können.

Raumgestaltung für Böden und Wände

Böden und Wände sind aufgrund der Größe ihrer Flächen von besonderer Bedeutung. Deshalb sollte hierauf das Hauptaugenmerk gelegt werden. Momentan ist es Trend, das eigene Heim möglichst hell und freundlich zu gestalten, wodurch eine gewisse Leichtigkeit erzielt wird, die uns wiederum (wenn wir alles richtig gemacht haben) ein Hauch von Urlaubsstimmung am Meer in das Herz zaubert. Helle Farben, die harmonisch aufeinander abgestimmt sind, lassen uns besser entspannen als zum Beispiel ein leuchtendes Rot. Rot weckt in uns eher das Bedürfnis von Aktivität.

Oft sind wir uns dessen nicht bewusst, aber der Bodenbelag ist entscheidend, wie ein Raum auf uns wirkt und prägt seinen Charakter. Hierbei ist es zunächst egal, ob wir uns für Holzparkett, Laminat, Fliesen oder Teppich entscheiden. Neben unseren persönlichen Vorlieben spielt auch die Nutzung des Bodens eine große Rolle. Für aktivere Bereiche empfehlen sich härtere Böden, während ein Teppichboden in den Schlafräumen für mehr Wohnlichkeit sorgt. Wenn wir morgens mehr oder weniger schnell aus dem Brett hüpfen, tut es doch gut, wenn unsere Füße sofort auf etwas flauschig Weichem landen, als wenn uns sogleich der nackte Holzfußboden empfängt – mag er auch noch so schick aussehen.


Wände, Böden, Licht und Dekoration: Erst das richtige Zusammenspiel sorgt für ein harmonisches Wohngefühl.


Auch an den Wänden können wir wieder eine Menge falsch machen. Möchten wir unsere Wände streichen, geben sanfte Creme- oder Beigetöne unseren Räumen mehr Helligkeit und lassen sie größer wirken. Auch helle Grün- Gelb- oder Blautöne lassen sich gut dazu kombinieren. Aber Vorsicht! Diese Farben müssen sehr genau aufeinander abgestimmt sein, damit sich hinterher nicht ein Bild der “Villa Kunterbunt“ einstellt. Wer gerne mit dunklen Farben arbeitet, sollte sich dessen bewusst sein, dass dies die Räume kleiner und dunkler wirken lässt. Auch kann dies ein etwas bedrückendes Gefühl in uns auslösen. Bei der Wandgestaltung mit Tapeten sollten wir auch große Vorsicht walten lassen. Schnell können wir mit der falschen Tapete unseren Raum dabei unschön zergliedern.

Raumgestaltung durch Textilien und Dekoration

Raumgestaltung durch Licht

Machen wir uns überhaupt ausreichend Gedanken darüber, wie der Tageslichteinfall in unserer Wohnung ist oder wo eine Beleuchtung wirklich Sinn macht? Licht hat nämlich einen viel größeren Einfluss auf die Grundstimmung eines Raumes, als wir denken.

Haben wir zum Beispiel ein sonnendurchflutetes Schlafzimmer, wäre eine Verdunklung durch Gardinen oder Rollos sehr sinnvoll. Wünschen wir uns dagegen eine lichtdurchflutete Wohnung, können wir uns auf einen einfachen Sichtschutz verlegen, der das einfallende Licht nur gering reduziert.

Bei der Beleuchtung sollten wir die Balance finden zwischen praktisch und dennoch gemütlich. Eine helle Lichtquelle sollte schon sein, um den Raum bei Bedarf vollständig zu erleuchten. Mehrere kleine Lichtquellen zaubern Gemütlichkeit und geben punktuell Licht dort, wo es nötig ist.

Was wir tun können, damit unser Zuhause im Winter noch gemütlicher wird

Wie oben unter Raumgestaltung durch Textilien schon geschrieben, lässt sich unser Heim schnell durch den Austausch von eben diesen verändern und somit auch an die jeweilige Jahreszeit anpassen.

Bleiben wir auch noch einmal bei unserem Beispiel der hellen und leichten Einrichtung im skandinavischen Stil, der uns im Sommer an schöne Strandtage erinnert, jedoch im Winter schnell etwas unterkühlt wirken kann. Besonders schön und passend zu diesem Einrichtungsstil sind Kissenbezüge mit Wintermotiven, wie einer Meise auf einem schneebedeckten Zweig oder einem Hirsch. Dazu eine neue Decke aus Kunstfell für das Sofa und vielleicht der ein oder andere kleine Kunstfellteppich auf dem Boden oder einem Sessel, und schon haben wir es “hyggelig“, wie der Däne sagen würde. Natürlich dürfen in der dunklen Jahreszeit zusätzliche Lichtquellen, wie Kerzen oder geschickt platzierte Lichterketten nicht fehlen.


Unsere Wohnungseinrichtung lässt tief Blicken – in unsere Seele. Sie spiegelt unsere Interessen und Leidenschaften wider.

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