Drone mit Kamera

Sonderthema DESIGN: Marketing im YouTube-Zeitalter. #20

Haben Foto und Print ausgedient?

Das Thema Marketing ist für viele mittelständische Unternehmer eine schwierige Angelegenheit. Während es sich namenhafte Unternehmen leisten können auf verschiedenen Kanälen ihr Marketingkampagnen laufen zu lassen, müssen sich mittelständige Unternehmen meist für ein oder zwei entscheiden. Es gilt also für das eigene Geschäft den effizientesten Weg zu wählen.

Unsere Gesellschaft ist dank Smartphone und Co. fast vollständig digitalisiert. Analoge Medien verlieren immer mehr an Bedeutung- auch für die Kundengewinnung, denn die meisten Unternehmen digitalisieren ihr Business oder stehen kurz davor. Wir werden heutzutage mit mehr Werbung konfrontiert als jemals zuvor. Daher ist es umso wichtiger den Kunden auf den Punkt genau zu erreichen. Im Gegensatz zu langen Texten sind Bilder deutlich attraktiver für das Auge, die bekanntlich mehr sagen als 1000 Worte.

Obwohl sich Fotos fast überall problemlos nutzen und verbreiten lassen, kann eine entscheidende Plattform nur wenig damit anfangen: YouTube.
Nach Google ist YouTube die zweitgrößte Suchmaschine der Welt und ist dabei, zusammen mit Netflix und Co., das klassische Fernsehen abzuschaffen.

Nichts wird von Jugendlichen intensiver konsumiert als Videos. Die Jugend von heute sind potentielle Kunden oder Geschäftspartner von morgen. Diese Generation wird früher oder später nur noch über visuelles Marketing erreichbar sein.

Im Dschungel der Marketinginstrumente und im Zuge der Digitalisierung und des veränderten Konsumverhaltens der Gesellschaft kristallisiert sich somit eine Marketing-Investition besonders heraus, die das größte Potential für Neukundengewinnung aufweist: Das Video!

 

Sons Of Motion Pictures GmbH

Filmproduktionsfirma
Am Hofbräuhaus 1 in Coburg
Telefonnummer: 09561/8363500
www.sons-of.de

 

Die beste Kapitalanlage

Produkte, Kommunikation, Prozesse: Design ist in einem Unternehmen und in unserem Leben allgegenwärtig – die Kreativen dahinter damit entscheidend für den Erfolg. Karin Ellmer, Leiterin der Designwerkstatt Coburg sagt: Kreative sind für Unternehmen die beste Kapitalanlage. Wir haben uns mit ihr unterhalten.

Mal ganz ehrlich, Frau Ellmer, das meiste Geld macht Deutschland doch in der Industrie, im deutschen Mittelstand, bei Banken, aber doch nicht in der Kreativwirtschaft?

Das stimmt zum einen, zum anderen aber auch wieder nicht. Der neue Monitoringbericht der Deutschen Bundesregierung sagt ganz klar, dass die Kreativwirtschaft einen maßgeblichen Anteil zur Bruttowertschöpfung beiträgt, nach Automobilindustrie, Maschinenbau und Finanzdienstleistern steht man mit 64 Milliarden Euro an vierter Stelle, noch vor chemischer Industrie und Energiewirtschaft. Die beste Kapitalanlage heute ist die Investition in die Kreativität des Unternehmens.

Und wo arbeiten die vielen Kreativen, die einen so hohen Anteil einbringen?

Die Kreativbranche ist eine Querschnittbranche, sie ist überall mit dabei, bei allen Prozessen der Wertschöpfung. Das sind ganz viele Berufsbilder, ob nun ganz klassisch als Produktdesigner, also als Gestalter, der ein Produkt nicht nur sozusagen in Form bringt, sondern auch maßgeblich an der Entwicklung beteiligt ist, über das Kommunikationsdesign, also die Werbung, das Corporate Design, bis hin zum Architek-ten des Unternehmensgebäudes.

Nun sind Sie als Leiterin der Designwerkstatt Coburg sozusagen die zentrale Anlaufstelle an der Nahtstelle von Kreativen zu Unternehmen vor Ort. Das heißt ja, dass Coburg sich auch als Standort etwas davon verspricht. Wo sehen Sie denn die Perspektiven?

Es gibt ja etliche Studien, die zeigen, dass die Bedeutung der Kreativwirtschaft zunimmt. Kreative sind zunehmend gefragt, um die selbsterklärenden, nachhaltigen, ästhetischen und bezahlbaren Produkte der Zukunft zu entwickeln und zu kommunizieren. Und durch die Digitalisierung wird am eigentlichen Herstellungsprozess ja auch weniger Wertschöpfung generiert, sondern verstärkt in der Kreation der Produkte und Prozesse.

Karin Ellmer

… ist seit 2000 Leiterin der Designwerkstatt Coburg, eines Projekts der Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Stadt Coburg. Zentrale Aufgabe: Ortsansässige Unternehmen und Kreative zusammenbringen und dabei unterstützen, dass ein Klima der Innovation entsteht.

Mehr Informationen unter www.designwerkstatt-coburg.de

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