Sonderthema Werte – Kelle statt Kochlöffel #50

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Die eigene Leidenschaft, das eigene Talent, die persönlichen Fähigkeiten finden und entwickeln, um mit sich selbst im Reinen, zufrieden zu sein, und um auf diese Weise auch sein Bestes für Familie, Arbeitgeber und Gesellschaft beitragen zu können, das ist sicherlich besonders wertvoll – auch wenn man manchmal Umwege gehen muss.

Mit 30 nochmal Auszubildender

Christoph Komm hatte alles so gemacht, wie es sich gehört. Nach der Schule sucht der gebürtige Coburger erst einmal eine Lehrstelle. Er lernt Koch in guten Häusern, wie dem früheren Grenzgasthof in Fürth am Berg und im Kräutergarten in Coburg. Er absolviert den Grundwehrdienst in Hammelburg. Danach steigt er wieder in den gelernten Beruf als Koch ein. Er ist Küchenchef, bildet aus, verdient ordentlich. Schon früh lernt er außerdem seine Liebe fürs Leben kennen und heiratet 2018. Ein Lebenslauf wie aus dem Bilderbuch. Bis er 2020 beschließt: Ich mache jetzt was anderes.

„In meinem zweiten Leben lerne ich etwas Handwerkliches“, hat er immer gedacht. „Maurer, Dachdecker, Maler, irgendetwas mit den Händen.“ Doch ein zweites Leben gibt es nicht. Seine Gedanken verfestigen sich im Laufe der Jahre immer mehr, und mit ihnen die Unzufriedenheit mit der Situation. „Am Anfang war nur ein kleines Loch, das wurde aber immer größer.“ Er redet mit seiner Frau und seinen Eltern. Vor allem im coronabedingten Lockdown im Frühjahr 2020 hat er viel Zeit, sich Gedanken zu machen. „Wenn du was anderes machen willst, dann unterstütze ich dich“ sagt seine Frau.

Christoph ist 30, als er beschließt, sich wieder zu bewerben. Sein erstes Gespräch führt ihn zu Max Beyersdorf, dem Chef des Bauunternehmens Otto Hauch in Coburg. „Wenn einer mit 30 eine neue Ausbildung beginnen will, trifft er eine bewusste Entscheidung“, meint der Geschäftsführer über das Gespräch. „Wenn so jemand seinen sicheren Hafen verlässt, steht bei mir die Tür ganz weit offen, so etwas finde ich einfach stark.“ Die beiden sind sich sympathisch. Max Beyersdorf spricht von seiner Philosophie, von einem Miteinander, von Verlässlichkeit und Fürsorge. „Wenn sich ein Mitarbeiter für uns entscheidet, will ich das zurückgeben“, meint er. Christoph sagt alle weiteren Bewerbungsgespräche ab und beginnt eine Maurerlehre bei Otto Hauch.

„Ich musste natürlich nicht nur eine Stufe zurück, sondern eine ganze Etage“, sagt er. Vom Ausbilder in der Küche zum Lehrling auf der Baustelle, vom Lehrer zum Berufsschüler und vom Normalverdiener zur Ausbildungsvergütung. „Wir leben halt jetzt ein wenig sparsamer. Meine Frau hilft mir und wir haben Versicherungen stillgelegt. Zwei Jahre kriegt man schon rum, wenn man etwas will.“ Christoph steigt im zweiten Lehrjahr ein, arbeitet und lernt fast Tag und Nacht, saugt alles auf. Aber all das reicht ihm noch nicht. Parallel zur Berufsausbildung startet er noch im Januar 2022 seinen Meisterkurs und wird dann fast zeitgleich Maurer und Maurermeister – mehr Leidenschaft für den Bau geht nicht. Die Arbeiten sind vielfältig: Mauern, Restaurieren, Steinmetzarbeiten, Planen, kreative Ideen einbringen, eine Top Berufsperspektive. Christoph ist wieder bei sich angekommen, freut sich jeden Tag auf neue Projekte, die Herausforderungen. „Ich kann nur jedem raten, sich aus der Komfortzone raus zu bewegen, den Kopf hoch und etwas zu machen.“

Übrigens: Er kocht auch heute noch gerne. Aber jetzt Zuhause, für seine Frau und sich.


Die Bauunternehmung Otto Hauch: Ein Familienbetrieb in vierter Generation mit Bauprojekten in ganz Deutschland, spezialisiert auf die Sanierung von bestehenden Bauwerken und Gebäuden und die behutsame Modernisierung von historischer Bausubstanz.

Mehr Informationen unter www.otto-hauch.com

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