SONDERTHEMA Zufriedenheit – Im Zwiespalt #30

Advertorial

Im Zwiespalt mit dem Begriff Zufriedenheit

Der nahende Jahreswechsel bietet traditionell Gelegenheit für eine Bilanz und die gibt durchaus Anlass für eine gewisse Zufriedenheit, wenn auch mit kritischem Blick. Coburg ist bayern- und deutschlandweit ein herausragend starker Standort. Die Steuerkraft der Stadt Coburg belegt bundesweit den dritten Platz, nur der Landkreis München und Düsseldorf sind noch stärker. Im Regionalranking 2018 des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) belegt die Stadt Coburg bei Gesamtbewertung der Themenbereiche Wirtschaftsstruktur, Arbeitsmarkt und Lebensqualität Platz 14 aller 401 kreisfreien Städte und Landkreise – unser Landkreis kommt auf Platz 242. Bei Einzelbetrachtung der Indikatoren Gewerbesaldo, Steuerkraft, Gewerbesteuerhebesätze und Wissensintensive Dienstleistungen liegt die Stadt Coburg auf Platz 3.

Die auf den ersten Blick positiven Zahlen zeigen bei genauerem Hinsehen: Unsere Region entwickelt sich nicht im Gleichklang, die hohe Wirtschaftskraft konzentriert sich auf die Stadt Coburg. Um unseren Wirtschafts- und Lebensraum insgesamt zukunftsfest weiterzuentwickeln, besteht großer Hand­lungs­bedarf: So gibt es regional mehr Gewerbeabmeldungen als -anmeldungen, auf dem Arbeitsmarkt zeigt sich eine Überalterung der Beschäftigten und beim Anteil der hoch qualifizierten Arbeitnehmer belegen wir lediglich Platz 92. Darüber hinaus hat unsere Region einen stark negativen Wanderungssaldo bei den 25- bis 30-Jährigen. Bedenklich ist auch die Entwicklung der wirtschaftlichen Dynamik: Ausgehend von einem sehr hohen Niveau entwickelt sich unser Standort heute weniger dynamisch als andere Regionen, die Stadt Coburg belegt Rang 104, der Landkreis Rang 275 von insgesamt 401. Angesichts der hohen Dynamik der digitalen Transformation in Wirtschaft und Gesellschaft sollten uns diese Zahlen aufrütteln!

„Zufriedenheit“ ist ein großes Wort: Werden Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern übertroffen, stellt sich Zufriedenheit ein. Das ist per se ein positives Gefühl, sollte allerdings nicht zum Dauerzustand werden, weil sonst weitere Entwicklungen gelähmt werden. Es gilt im Leben wie im Geschäft: Zufriedenheit entsteht nicht automatisch, sondern steht im ständigen Widerstreit mit der Unzufriedenheit. „Es ist mein Job, nie zufrieden zu sein.“ Diese Aussage des deutschen Ingenieurs Wernher von Braun passt hier sehr gut und gibt eine kritisch-konstruktive Einstellung wieder.

Und das Zitat mag manchem als guter Vorsatz für 2019 dienen!

Ein Beitrag von der IHK zu Coburg

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